„Notfallreform nachbessern“ war der Slogan einer kleinen Aktion an der Rettungswache in Mosbach am Dienstag um „Fünf vor Zwölf“. Damit schloss sich der DRK-Rettungsdienst Neckar-Odenwald einem bundesweiten Aktionstag der Retter an. Hintergrund ist die Reform der Notfallversorgung, die in dieser Woche im Bundestag beraten wird. In ihrer jetzigen Form beinhaltet die Reform eine Deckelung der Vergütung im Rettungsdienst, trotz steigender Spritpreise und steigender Löhne. Das heißt konkret, dass den Betreibern die entstehenden Kosten nicht vollständig erstattet werden. „Auf die Dauer kann es sich aber kein gemeinnütziger Träger leisten, die entstehenden Finanzierungslücken aus eigenen Mitteln zu schließen“, so Mosbachs DRK-Kreisgeschäftsführer Guido Wenzel. Das Rote Kreuz weist wie auch die anderen Träger im Rettungsdienst darauf hin, dass die sogenannte Vorhaltung – also die Bereitschaft, rund um die Uhr zu einem Notfall zu eilen – auch bezahlt werden muss. Ziel der Aktion ist eine Korrektur der Notfallreform. Die im Beitragssatzstabilisierungsgesetz festgeschriebene Deckung soll aufgehoben werden. Denn ein Zurückfahren des Rettungsdienstes ist ebenfalls keine Option, so Wenzel. Schließlich wolle man die Versorgung der Menschen gewährleisten und sei dazu auch verpflichtet.
Hier geht es zur Pressemitteilung des Bundesverbandes: Notfallreform: Anerkannte Hilfs- und beauftragte Luftrettungsorganisationen und Feuerwehren bekräftigen ihre Forderungen bezüglich geplanter Notfallreform - DRK e.V.

