· Pressemitteilung

Tour de Länd: Step 1 in Mosbach!

Personen auf der Rathaustreppe in MosbachSabine Braun / DRK Kreisverband Mosbach
Die "Tour de Länd" des DRK-Landesverbands Baden-Württemberg startete in Mosbach.
Sabine Braun / DRK Kreisverband Mosbach
Blick in den Bürgersaal MosbachSabine Braun / DRK Kreisverband Mosbach
Die "Tour de Länd" des DRK-Landesverbands Baden-Württemberg startete in Mosbach.

Wir freuen uns über den Besuch der DRK-Landesverbandsspitze und zahlreichen Vertretern aus den Kreisverbänden

Bevölkerungsschutz beschäftigt das Rote Kreuz 

DRK-Landesverbands-Präsidentin Barbara Bosch zu Gast in Mosbach – Be-ginn einer „Tour de Länd“

Mosbach. In Mosbach startete das Präsidium des DRK-Landesverbands Baden-Württemberg ein neues Format des informellen, persönlichen Austauschs mit den Spitzen der 34 DRK-Kreisverbände in Baden-Württemberg. Anlass für Mosbach als Auftakt und erste Station der sogenannten „Tour de Länd“ am 17.11.2025 war das 150-jährige Jubiläums des DRK-Kreisverbands Mosbach. Mit rund 30 DRK-Vertretern der umliegenden, nördlichen Kreisverbände erörterte Präsidentin Barbara Bosch, Landesleiter der Bereitschaften Jürgen Wiesbeck sowie Landesgeschäftsführer Marc Groß aktuelle Themen, die das DRK und seine Kreisverbände beschäftigen. 
Auftakt der Beratungen machte eine Betrachtung des Positionspapiers zur baden-württembergischen Landtagswahl 2026. Darin haben die beiden DRK-Landesverbände in Baden-Württemberg ihre wichtigsten Forderungen an den Land-tag zusammengestellt. Die Positionen dienen gleichermaßen der Lobbyarbeit der Verbände auf Landesebene als auch den Kreisverbänden für deren politischen Gespräche mit Abgeordneten oder Behörden in ihren Regionen. Unter anderem greift das Papier die Gleichstellung der ehrenamtlichen Rotkreuz-Einsatzkräfte mit den Helfern von Feuerwehr und THW im Bevölkerungsschutz auf, wie auch eine stärkere Förderung des Katastrophenschutzes durch das Land und die Sicherstellung der Finanzierung der Rettungswachen. Jürgen Wiesbeck, wies darauf hin, wie dringlich eine klare Regelung zur Helfergleichstellung sei und wie wichtig es sei, bei diesem Thema den Kontakt zu den Fraktionen und Kandidaten zu suchen, um den Forderungen des DRK Nachdruck zu verleihen – wohlwissend, dass eine Gleichstellung der DRK-Helfer auch Finanzierungsfragen nach sich ziehe.
Bei diesem Anlass erinnerte Landesgeschäftsführer Marc Groß an das starke Bild, das das DRK mit einer vielbeachteten Aktion auf dem Ehrenhof des Neuen Schlosses Ende September in Stuttgart erreicht habe. 150 ehrenamtliche Einsatzkräfte hatten sich dort mit über 50 Einsatzfahrzeugen versammelt, um für die Helfergleichstellung zu werben. Künftig werde man verstärkt auf solche medienwirksamen Aktionen setzen. 
Angesprochen wurde auch eine Erhöhung der Pauschale für die Fahrzeugunterbringung angesichts der immer größeren und anspruchsvoller werdenden Fahrzeuge. Auch hier würden andere Hilfsorganisationen anders behandelt, so Wiesbeck. Die Beiträge aus dem Kreis der Präsidenten der Kreisverbände machten deutlich, dass sich das Land nicht aus der Verantwortung stehlen dürfe, den Katastrophenschutz ausreichend zu finanzieren.
Die neue sicherheitspolitische Lage war Hintergrund des zweiten Themas der Gesprächsrunde. Barbara Bosch machte auf eine Vielzahl von Fragestellungen im Bereich der zivilmilitärischen Zusammenarbeit aufmerksam, die vom Bundesverband mit der Politik und der Bundeswehr zu klären seien. Sie betonte die Pflicht, die sich für das DRK aus dem Rotkreuzgesetz ergebe, sich im Krisenfall einzubringen und zu „liefern“. Daraus resultiere die Forderung an die Politik auf Bundesebene, das DRK einzubinden: das DRK müsse mit seiner Expertise dabei sein. Auf Landesebene hatte bereits im Frühjahr das DRK-Präsidium ein neues strategisches Handlungsfeld beschlossen; sein Titel lautet „Wir entwickeln das komplexe Hilfeleistungssystem weiter und bereiten uns auf die veränderte Sicherheitslage vor“. 
Im Anschluss drehten sich die Gespräche, unter anderem auf Anregung aus dem Kreis der Geschäftsführungen, um die nicht immer leichte Abgrenzung von Zuständigkeiten und Kompetenzen zwischen Präsidium und Geschäftsführung, dies vor allem in großen Kreisverbänden mit vielen Angeboten und hohen Umsätzen. Einigkeit bestand in der Einschätzung, dass es vor allem auf das gute Verhältnis zwischen Präsidenten und Geschäftsführung ankomme. 
Gastgeber der Beratungen war die Stadt Mosbach, deren Bürgermeister Patrick Rickenbrot die Gäste im Bürgersaal im historischen Rathaus begrüßte, den Rotkreuzlern in Mosbach für ihren Einsatz dankte und zu den gelungenen Jubiläumsveranstaltungen des Kreisverbands gratulierte.
Zu den Gästen der nordbadischen „Sprengels“ gehörten die Präsidenten, Geschäftsführer und Geschäftsführerinnen der Kreisverbände Bad Mergentheim, Buchen, Heilbronn, Hohenlohe, Karlsruhe, Mannheim, Pforzheim-Enzkreis, Rhein-Neckar/Heidelberg, Schwäbisch Gmünd, Schwäbisch-Hall-Crailsheim und Tauberbischofsheim.