Aus Sicht unserer Integrierten Leitstelle hat alles gepasst am heutigen Bundesweiten Warntag. Gut vorbereitet und relativ entspannt wartete der stellvertretende Leitstellenleiter Sebastian Klos kurz vor 11 Uhr auf das Auslöse-Signal der Nationalen Warnzentrale des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Als da Signal kam, war die Aufgabe eigentlich nur noch ein Knopfdruck, und den übernahm der diensthabende Disponent Jörg Hawerland: Damit sendete der zuvor entsprechend programmierte Leitrechner das auslösende Signal an die Sirenen der Gemeinden. Am großen Bildschirm in der Leitstelle konnte man verfolgen, wie die 58 „Rics“, das sind siebenstellige Zuweisungsnummern (Radio Identification Codes), an die verschiedenen Warnmittel in den Kommunen ausgesandt wurden. Innerhalb von kaum 60 Sekunden war das passiert. Und schon heulten die Sirenen hörbar vom Mosbacher Rathaus herauf, während bei den Disponenten in der Leitstelle ebenso wie bei den Gästen der RNZ-Sommertour, die an diesem Tag das DRK besuchten, die Mobiltelefone schrillten. Dieser Alarm kam aber nicht von der Leitstelle, sondern zentral über Cell Broadcast oder über Warnapps wie Nina. Ebenso unspektakulär wurde pünktlich um 11.45 Uhr das Signal „Entwarnung“ ausgesendet. Leitstellenleiter Jonas Barginde war mit den Abläufen an diesem inzwischen 6. Warntag zufrieden: „Aus unserer Sicht hat alles gepasst.“ Besondere Vorfälle oder Nachfragen gab es soweit bisher bekannt ist, nicht. Ob die Sirenen vor Ort funktionierten, prüft jede Kommune für sich.
Jeder Bürger hat nun die Möglichkeit, über die Internetseite www.warntag-umfrage.de seine Erfahrungen mit der Warnung zu melden.
